Nach den starken Regenfällen der letzten Wochen, die das Pachtland immer wieder unter Wasser setzten, kam nun eine weitere Hiobsbotschaft dazu: Der Damm in Delhi wurde geöffnet! Das bedeutete für Vrindavan extremes Hochwasser mit Überflutungen in der Stadt und Umgebung. Auch wir wurden davon betroffen, wie auf den Videos zu sehen ist. Sämtliche Futtervorräte haben wir in die obere Etage unseres Hauses umlagern müssen, um diese vor der Überflutung zu sichern. Für unsere alten und kranken Bullen und Kühe bekamen wir vom Landbesitzer die Genehmigung, sie zeitweise auf ein höhergelegenes Feldstück umzusiedeln, sodass sie vom Hochwasser verschont blieben. Wir mussten deshalb erneut Bambusrohr für die erforderlichen Umzäunungen kaufen und waren den ganzen Tag damit beschäftigt, diese aufzustellen. Weiterhin wurde in unserer Region wohl aus Sicherheitsgründen vorübergehend für einige Tage die Stromversorgung unterbrochen, bis sich die Lage wieder normalisierte. Freundlicherweise bekamen wir von der ISKCON Unterstützung in Form eines Generators, sodass wir die allernotwendigsten Dinge am Laufen halten konnten. Auch unter den widrigen Umständen haben wir die Fütterung der obdachlosen Bullen und Kühe in den Straßen Vrindavans fortgesetzt, für die sich ihre Notlage durch die Überflutung noch weiter verschlimmert hatte. Als wir letztens zum Bullen füttern an der Yamuna waren, kam eine kleine Hündin zu uns. Ich hatte sie in der Yamuna gefunden und sie kam direkt auf mich zu geschwommen. Sie hatte nur drei funktionierende Beine und die anderen Hunde in der Nähe haben sie angegriffen. Sie hatte bei uns Zuflucht gesucht, also kam sie mit. Die Straßen oberhalb unseres Hauses sind noch befahrbar, daher können noch Lieferungen von Futter zu uns gelangen.
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Wer sich an unseren geliebten jungen Bullen Radha Vallabh erinnert, der von einem Truck angefahren wurde, sei vermittelt, das er seinen Körper aufgegeben hat. Zwischenzeitlich brach er sich noch zu seiner schweren Verletzung das vordere Bein. Da er die meiste Zeit nur liegen konnte, lag er sich auf den betreffenden Körperstellen wund, was ihn zusätzlich belastete. Wie aber am Anfang schon der Arzt sagte, waren seine Überlebenschancen gering durch das ständige Liegen. Trotz unsere täglichen Bemühungen ihn im Gestell zu bewegen und der vielen Massagen seiner Muskeln und seines Körpers, ist er am 4. Juli kurz vor 4 Uhr friedlich sitzend von uns gegangen. Wir haben für ihn eine würdige Abschiedszeremonie zelebriert. Bilder folgen ...
Nach dem Unwetter, das die Zäune und Unterstände der Bullen und Kühe zerstört bzw. stark beschädigt hatte, kam nun der Monsumregen mit solcher Wucht, dass das ganze Pachtland in einen ca. 10-20 cm tiefen See oder Morast verwandelte. Die Bullen und Kühe hatten somit keinen trockenen Platz mehr auf dem sie liegen konnten. Aus der Not heraus haben wir schon einen Truck voll Erde gekauft für 5000 inr, und ganz viele Ochskarren-voll für je 7000 rupees. Aber wir bräuchten eigentlich mindestens 10 mal so viel, um zumindest in den Unterständen damit das Bodenniveau zu erhöhen. Es ist immer noch einfach schlimm. Und dieses Jahr ist so viel Regen. Wir kamen dann auf den Gedanken, um das ganze Pachtland herum mit einem Traktor Dämme aufzuschieben, die das Wasser daran hindern sollte, von den angrenzenden Felder zu uns herüber zu fließen. Die Rechnung ging auf, es wurde zumehmend trockener und die Rinder können nun wieder trockene Plätze zum Liegen finden.
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