Unser mutiger Jung-Bulle Radhavallabh
Vor vier oder fünf Monaten kam Radhavalabh zu uns. Wir fanden ihn auf der Straße in einem Dorf namens Kitinagla, das zwei Dörfer weiter entfernt von uns liegt. Wir fahren jeden Morgen mit unserer Motorrikscha dort hin, um auch hier ein paar Bullen zu füttern. Er lag auf der Straße und konnte nicht aufstehen. Die Dorfleute erzählten uns, dass er wahrscheinlich von einem Truck angefahren wurde, der Erde transportierte. Wir telefonierten nach einer Kuhambulanz und diese brachte ihn zu uns nach Hause. Wir riefen einen Tierarzt an, da er auch eine sehr lange und tiefe Wunde hatte. Der Tierarzt kam und versorgte die Wunde und gab ihm Spritzen. Aber leider waren seine hinteren Hüften beidseits durch den Unfall gebrochen. Der Arzt meinte, der junge Bulle hätte keine Chance mit den gebrochenen Hüften zu überleben, da er nicht aufstehen könne und dadurch die Leber Schaden nehme, was zum Tod führen würde. Wir kauften ihm deshalb ein fahrbares Gestell, in das er hineingehoben wird und so zumindest mit den Vorderbeinen laufen kann. Der Arzt ist nun überrascht, wie gut es ihm seither geht. Für die gebrochenen Hüften haben wir nach langem Suchen jemanden gefunden, der solche Frakturen behandeln kann, aber der Unfall liegt nun schon länger zurück, sodass eine Heilung sich schwierig gestaltet. Aber möglicherweise könnte eine Seite der Hüfte insoweit wiederhergestellt werden, dass Radhavallabh zumindest auf drei Beinen wieder laufen kann. Er ist sehr duldsam, lieb, tapfer und dankbar. Da er noch relativ jung ist, haben wir die Hoffnung, dass für ihn noch alles gut wird.